Was kann man gegen fettige Haut tun?

Text von Die Hauthelfer | 14.02.2019

Fettige Haut im Gesicht

Fettige Haut ist oft unrein. Ursachen können vielfältiger Natur sein: Hormonschwankungen, die auch nach der Pubertät auftreten können; zu scharfes Essen, das die Talgproduktion anregt, feuchtheißes Klima oder eine für den Hauttyp ungeeignete Gesichtspflege, die zu viele rückfettende Substanzen enthält. Ideale Pflege spendet der Haut Feuchtigkeit, ohne sie mit Fetten zu überlasten oder die Talgproduktion durch zu aggressive Substanzen anzuregen. Neigt fettige Haut zu Unreinheiten, können anti-bakterielle und anti-komedogene Inhaltsstoffe helfen, deren Entstehen zu vermindern.

Fettige Haut im Gesicht

Fettige Haut im Gesicht ist mit großen Poren und Glanz verbunden. Sie wird häufig falsch gepflegt, indem aggressive Substanzen zum Einsatz kommen. In der Annahme, das überschüssige Hautfett möglichst gründlich zu entfernen, passiert oft das Gegenteil: die Haut fettet noch schneller nach. Ein weiterer Fehler kann fehlende Feuchtigkeit sein. Die natürliche Hautbarriere besteht aus Fett und Feuchtigkeit. Durch hochgradig austrocknende Substanzen fehlt der Haut Feuchtigkeit. Sie reagiert mit stellenweiser Trockenheit, fettet aber schnell nach, weil sie versucht, die fehlenden Fette auszugleichen. Bei fettiger Haut ist es wichtig, Balance herzustellen, damit sich die Talgproduktion normalisieren kann.

Welche Reinigungsprodukte sind geeignet?

Bei fettiger Haut sind Reinigungsprodukte mit ausgleichenden Inhaltsstoffen geeignet, die überschüssiges Hautfett entfernen, der Entstehung von Unreinheiten vorbeugen, aber die Haut gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgen. Ein Reinigungsschaum oder Gel mit anti-bakteriellen und anti-komedogenen (nicht-verstopfenden) Inhaltsstoffen wirkt der Verhornung der Hautzellen entgegen. Zusätzlich kann ein Gesichtspeeling zu einem reinen Hautbild beitragen. Es trägt die oberste Hornschicht der Haut ab, wo sich Talg und abgestorbene Zellen befinden.

Die Pflege der gereinigten Haut mit einer Creme

Fettige Haut besitzt ausreichend natürliches Hautfett. Daher ist die Pflege mit der richtigen Creme ausschlaggebend, um die Talgproduktion nicht zu fördern oder die Hautporen zu verstopfen. Die Creme muss dem Hauttyp entsprechen. Sie sollte keine rückfettenden Inhaltsstoffe enthalten, ausreichend Feuchtigkeit spenden und die Klärung der Poren fördern, die zu Unreinheiten und Entzündungen neigen.

Welche Cremes sind für fettige Haut geeignet?

Grundsätzlich gilt: Je dicker und fester eine Creme in der Konsistenz ist, umso mehr Fette enthält sie. Für die fettige Haut eignen sich Gels oder Feuchtigkeitscremes. Gels sind auf Wasserbasis hergestellt, sie enthalten keine Öle oder Fette, bzw. nur einen minimalen Anteil. Gels ziehen rasch in die Haut ein, versorgen sie mit Feuchtigkeit. Die Haut fühlt sich frisch an. Feuchtigkeitscremes sind leichte Cremes, bei denen der Wasseranteil überwiegt und feuchtigkeitsspendende Komponenten (Hyaluron, Aloe Vera, Algen) enthält. Feuchtigkeitscremes enthalten einen geringen Anteil an Lipiden, was die Feuchtigkeit in der Haut hält und die Hautbarriere schützt. Wer zu extrem fettiger Haut neigt, greift am besten zu einem erfrischenden Gel mit kühlenden Eigenschaften.

Was tun bei …

Ein Merkmal fettiger Haut ist die T-Zone, die rasch nachfettet und glänzt: Stirn, Nasenrücken und Kinn sind davon betroffen. Sind die restlichen Areale trocken, kann es sein, dass es sich um Mischhaut handelt. Dann sollten die unterschiedlichen Zonen entsprechend berücksichtigt werden.

Fettige Stirn

Die Stirn zusammen mit dem Nasenrücken ist der auffallendste Bereich bei fettiger Haut. Eine gründliche Reinigung, bei der Make-Up-Reste, abgestorbene Hautzellen und Talg entfernt werden, ist besonders wichtig. Eine Foundation sollte dieselben Ansprüche erfüllen wie die Gesichtspflege: minimale Fettanteile und nicht-komedogene Inhaltsstoffe. Sind die Poren stark sichtbar, können adstringierende (zusammenziehende) Inhaltsstoffe in Gesichtstonics nach der Reinigung helfen, die Poren optisch zu verkleinern.

Fettige Stirn

Fettige Nase

Die Nase ist der Sitz unserer vielleicht lästigsten Mitbewohner: Mitesser (Komedonen). Hinter den kleinen schwarzen Punkten verbergen sich Pfropfen verhornter Talgansammlungen (Hyperkeratose). Durch das eingelagerte Melanin, das mit Sauerstoff aus der Luft reagiert, kommt die Schwarzfärbung zustande. Selten tritt fettige Haut ohne Komedonen auf. Keratolytische (hornschichtlösende) Inhaltsstoffe wie Salicylsäure weichen die Hornlamellen auf und tragen die Verstopfung ab.

Ölige Haut

Großflächig ölige Haut ist ein unangenehmes Problem. Zusammen mit Schweiß oder Hitze läuft die Talgproduktion der Haut auf Hochtouren. Hilfreich ist es, die Ursache zu kennen, um langfristig die Talgproduktion in den Griff zu bekommen. Ist die Pubertät lange vorbei, aber die ölige Haut geblieben? Eine Abklärung des Hormonstatus kann Aufschluss geben, ob ein Zuviel an männlichen Hormonen (Androgene, Testosteron) vorliegt. Ist ölige Haut genetisch veranlagt, trägt eine konsequente und hauttypgerechte Reinigung und Pflege zur Normalisierung der Talgproduktion bei.

Ein Serum als Alternative zur Gesichtscreme bei fettiger Haut

Seren bieten der Haut geballte Pflege durch hochkonzentrierte Inhaltsstoffe. Sie können als Anti-Aging Mittel gegen die Entstehung frühzeitiger Fältchen wirken. Viele Seren sind fettfrei und aus dem Grund für fettige Haut geeignet. Fettige Haut neigt wesentlich später zur Faltenbildung als trockene Haut, profitiert aber von einem Serum zur Vorbeugung von Fältchen. Feuchtigkeitsseren sind Alternativen zu Gesichtscremes. Sie sind noch leichter und enthalten spezifische Stoffe; zum Beispiel Hyaluron zur Durchfeuchtung der Haut, Panthenol zur Regeneration und Bekämpfung von Entzündungen oder Vitamin C zur Bewahrung von Kollagen.

beliebte Hausmittel

  1. Zitronensaft: Zitronensäure bringt fettiger Haut mehrere Vorteile. Sie wirkt antiseptisch, beugt der Keimbesiedelung auf der Haut vor, adstringierend (zusammenziehend) gegen große Poren und stabilisiert den pH-Wert der Haut. Einen Teelöffel Zitronensaft mit einem halben Teelöffel destilliertem Wasser vermischen. Mit einem Wattebausch auf die Haut auftragen, nach ein paar Minuten mit warmem Wasser abspülen.
  2. Gurkenscheiben: Wer kennt sie nicht, die berühmten Gurkenscheiben im Gesicht als Inbegriff des Beautyrituals? Frische Gurkenscheiben auf der Haut adstringieren und kühlen die Haut. Alternativ die Gesichtshaut mit einer Gurkenscheibe einreiben und über Nacht wirken lassen.
  3. Apfelessig: Gesichtswasser aus einer viertel Tasse Apfelessig und einer dreiviertel Tasse destilliertem Wasser mischen, mit einem Wattebausch auf die gereinigte Haut auftragen. Nach ein paar Minuten mit klarem Wasser abspülen.

Was kann man noch gegen fettige Haut tun?

Unsere – normale – Haut erhöht unter bestimmten Umständen die hauteigene Talgproduktion: Sonneneinstrahlung, Hitze, feuchtes Klima, Stress, Einwirkung männlicher Hormone, Austrocknung durch chemische, hautreizende Stoffe. Fettige Haut, die von vornherein ein Mehr an Talg produziert, ist anfällig für Einwirkungen von außen. Daher sollten bei allen Produkten, die mit der Haut in Verbindung kommen, komedogene Inhaltsstoffe vermieden werden (Make-Up, Sonnenschutzmittel, usw.). Öle, Fette, Wachse, Stearate, Ölsäure und Schwefel fördern die Entstehung von Unreinheiten wie Pickeln und Mitessern. Durch die tägliche, hauttypgerechte Reinigung und Pflege wird ein ausgleichender Effekt erzielt, der das natürliche Gleichgewicht von Fett-Feuchtigkeit in der Haut herstellt und die Talgproduktion reduziert.

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